Mitglieder in den Medien

Sophie Jones

Ausgestrahlt von SAT1: Geburtstage, das Oster- und Weihnachtsfest feiern – Solche Feste sind für Sophie Jones als Zeugin Jehovas tabu. Sie gelten als heidnische Bräuche.
Sophies Kindheit und Jugend wird von Einschränkungen und Verboten der Glaubensgemeinschaft bestimmt: Zu Freunden und Klassenkameraden jenseits der Zeigen Jehovas darf sie keinen Kontakt haben.
Kontaktverbot erhält sie auch zu ihrem Vater, der nach der Scheidung der Eltern aus der Glaubensgemeinschaft verstoßen wurde.
Die junge Frau fängt an die Hintergründe der Glaubensgemeinschaft zu hinterfragen und schafft den Absprung. Jetzt will sie aufklären und versucht insbesondere junge Menschen bei Jehovas Zeugen anzusprechen..

Oliver Wolschke

Sowohl der Eintritt in als auch der Austritt aus einer Glaubensgemeinschaft ist ein großer Schritt, der mitunter schmerzhaft sein kann. Oliver Wolschke hat diesen Schritt gewagt und spricht mit Andrea Horn darüber. Es ist nicht einfach eine formelle Sache bei den Zeugen Jehovas auszusteigen. Man verliert alle soziale Kontakte, Freunde, Eltern, Kinder. Das gilt auch für die Kinder, auch sie verlieren ihre Freunde und Oma und Opa. Was wahrscheinlich am meisten befremdet ist das Bluttransfusionsverbot, der Kontaktabbruch und soziale Ächtung gegenüber Ausgeschlossenen und Ehemaligen und der Umgang mit Kindesmissbrauch, der derzeit stark in der Kritik steht. Nur wenn es 2 Zeugen beim Missbrauch gab, wird das Verbrechen weiter verfolgt.

Barbara Kohout


Sie war 60 Jahre bei den Zeugen Jehovas und wurde nach ihrem Ausstieg von allen Freunden und der Familie geächtet.
Jetzt engagiert sie sich bei JW Opfer Hilfe e.V., um Betroffenen zu helfen.
Die Sekten-Info NRW beurteilt Zeugen Jehovas als gefährlich für den einzelnen, da viele unter Ängsten, Schuldgefühlen und Depressionen leiden (ab Min. 32:30).

Manuela Schleußner

Sie verlor ihr Familie und alle ihre Freunde durch die soziale Ächtung der Zeugen Jehovas. Nicht einmal ein Gruß ist ihnen erlaubt. Sie litt unter Ängsten vor dem Teufel und den Dämonen und der unterdrückten Sexualität bei den ZJ. Sie hinterfragte ihren Glauben und fand viele Unstimmigkeiten. Was heute die absolute Wahrheit bei den ZJ ist, gilt morgen schon nicht mehr.
Sie fand neue Freunde und bereut ihren Ausstieg nicht, auch wenn sie in ihrem neuen Leben viel lernen musste, was für andere selbstverständlich ist. Aber der ganze Druck ist weg. Sie wünscht sich, dass sich auch andere bei den ZJ trauen Fragen zu stellen und so positive Erfahrungen machen, wie sie.

Heute engagiert sie sich bei JW Opfer Hilfe e.V., um Betroffenen psychologisch zu helfen.

Tom

Hier ist das komplette Interview mit Tom zu finden. Auf dem Papier ist er noch ein “Bruder”, eigentlich lebt er aber schon seit Jahren in Distanz zur Gemeinschaft. Ein spannendes Gespräch über seine Ansichten, seine Gedanken und seine Geschichte und wie der die Zeugen Jehovas fast nicht überlebt hätte.

Walter Schöning

Anläßlich des Kongresses „Im weißen Raum“ am 21.6.18 in der Domkirche Stuttgart wurden Fragen erörtert, wie „Was glaubst du wer du bist oder bist du eher was du glaubst?“ und „welche Werte haben mich geprägt?“
Walter Schöning erzählt in einem Interview vor allen Anwesenden seine Lebensgeschichte und was Ihn geprägt hat, auch von den systematisch, von Kind auf, geschürten Ängsten vor dem Teufel und seinen Dämonen, der Abtrennung von der Welt und vor der Vernichtung aller Menschen, die keine Zeugen Jehovas sind, in Harmagedon. Es schildert auch, was ihn letztlich veranlasst hat auszusteigen und warum er froh ist, nie getauft worden zu sein, da er deshalb nicht sozial geächtet wird. … und warum er als Lebensmotto bzw. Wert „selbstbestimmter Weg“ gewählt hat.

Stefan Barnikow

Stefan Barnikow (39), aufgewachsen in der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas, schwul und verheiratet, kritisiert die Sekte und findet deren Ansichten und Umgang mit Homosexuellen in ihren Reihen skandalös und menschenverachtend. Er sagt: “Durch die Zeugen Jehovas habe ich gelernt, was das Wort Diskriminierung wirklich bedeutet.”
Im Gespräch mit LSVD-Landesvorstand Markus Apel erzählt Stefan, wie er jetzt darüber aufklärt und Menschen helfen möchte, die die Sekte verlassen wollen.

Bernd Bochow


Bernd Bochow (64) gehörte fast dreißig Jahre lang zu den Zeugen Jehovas. Dann schaffte er den Ausstieg. 
«Ich habe innerlich immer dagegen rebelliert, mich den Phrasen und Litaneien der Prediger unterzuordnen. Aber die schleppen dich mit, da hast du keine Chance», sagt Bochow, der in Berlin geboren wird und später mit seiner Familie − Mutter, Schwester und Stiefvater − nach Speyer am Rhein zieht. «Die ersten Schuljahre sind mir ganz schlecht in Erinnerung geblieben. Ganz einfach darum, weil ich von allen anderen Kindern gemieden und gehänselt wurde, weil meine Mutter bei den Zeugen Jehovas war», erinnert sich Bochow. 
Seine Bitte, an die Beerdigung seines Schulfreundes gehen zu dürfen, wird von den Zeugen Jehovas abgelehnt. Bochow geht trotzdem hin. «Ich stand wie ein Randständiger vor den Friedhofsmauern und habe durch eine Hecke hindurch die Abdankung mitverfolgt. Dieses Bild werde ich nie vergessen. Ich schäme mich heute noch dafür, dass ich nicht den Mut hatte, in die Kirche und auf den Friedhof zu gehen und meinem Freund die letzte Ehre zu erweisen», meint Bochow nachdenklich.
Zu seiner Mutter hat er nur noch losen Kontakt, seine Schwester hingegen will mit ihm schon seit Jahren nichts mehr zu tun haben. «Das liegt daran, dass Zeugen Jehovas angehalten sind, den Kontakt zu andersgläubigen Menschen auf ein Minimum einzuschränken und Aussteiger, die auch als Abtrünnige bezeichnet werden, zu meiden.» Jetzt engagiert sich Bochow im Verein «JWHelp», einer Organisation, die Ausstiegswilligen bei den Zeugen Jehovas psychologische Hilfe bieten will.