Regina Spiess – Vorstandsmitglied unseres Vereins und ausgewiesene Sektenexpertin – siegt gegen Jehovas Zeugen vor Schweizer Gericht

Zürich, 10.7.2019 – Wir gratulieren zu diesem Erfolg! Das ist ein großer Tag für die Aufklärungsarbeit über Jehovas Zeugen. Zum ersten Mal werden wesentliche Kritikpunkte durch ein Gericht in der Schweiz bestätigt.

Kritik an Jehovas Zeugen

Wegen eines Interviews im Zürcher Tagesanzeiger vom 27.05.2015 «Zeugen Jehovas reissen Familien auseinander» zum internationalen Wachtturm-Opfer-Gedenktag wurde Regina Spiess wegen ehrverletzender, übler Nachrede von Jehovas Zeugen angeklagt. Zum Zeitpunkt des Interviews arbeitete sie als Sektenberaterin bei der Beratungsstelle infoSekta in Zürich. Die Jehovas Zeugen behaupteten, dass die Vorwürfe im Interview nicht wahr wären, wie z.B. die Existenz der Zwei-Zeugen-Regelung, die Ächtung von Ausgestiegenen oder Todesfälle infolge verweigerter Bluttransfusionen.

Gerichtsprozess und Urteil

Am 9. Juli 2019 fand der Prozess vor dem Bezirksgericht in Zürich statt. Der Tagesanzeiger berichtete darüber. Regina Spiess bezeichnete die Zeugen Jehovas u.a. als «hochproblematische Gemeinschaft, die bis auf die Ebene existentieller Identifikation versucht, manipulativ auf ihre Mitglieder einzuwirken». Auch würde die Organisation der Zeugen Jehovas für sich das Recht auf Glaubens-, Gewissens- und Religionsfreiheit einfordern, den eigenen Mitgliedern aber nicht gewähren. Das gegen außen abgeschlossene System und gewisse Regeln förderten zudem sexuelle Gewalt an Kindern.

Das Urteil lautete auf Freispruch, weil Regina Spiess die von ihr getroffenen Aussagen belegen (d.h. den Wahrheits- bzw. Gutglaubensbeweis erbringen) konnte. Sie habe, so der Richter, ihren Auftrag wahrgenommen und im Namen der Fachstelle infoSekta Aufklärungsarbeit geleistet.

Pressestimmen

REPUBLIK – Alles was Recht ist – Kritik an Zeugen Jehovas ist erlaubt.
Was man alles über die Organisation sagen darf, z.B. dass bei den Zeugen Jehovas eine «Praxis der Ächtung» von Aussteigern herrsche, ihren Mitgliedern die Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit nicht gewähren, dass Kinder in permanenter Angst leben und immer wieder Gläubige nach Verkehrsunfällen oder Frauen bei der Geburt sterben, weil sie keine Bluttransfusion akzeptieren dürfen. 

Nau.ch – Bezirksgericht Zürich spricht Ex-Infosekta-Mitarbeiterin frei.
Das Bezirksgericht Zürich hat am Dienstag eine ehemalige Mitarbeitern der Sektenberatungsstelle Infosekta vom Vorwurf der mehrfachen üblen Nachrede freigesprochen. Sie hatte sich in den Medien kritisch über die Glaubensgemeinschaft Zeugen Jehovas geäussert.

Tagesanzeiger – Bezirksgericht Zürich spricht Sektenspezialistin frei.
Zeugen Jehovas haben die Frau wegen kritischer Äusserungen in den Medien angezeigt. Sie sind vor dem Richter abgeblitzt.

Bluewin – Bezirksgericht Zürich spricht Sektenspezialistin frei.
Eine ehemalige Infosekta-Mitarbeiterin hatte sich in der Vergangenheit in den Medien kritisch gegenüber den Zeugen Jehovas geäussert. Vom gegen sie erhobenen Vorwurf der üblen Nachrede wurde sie nun aber vom Zürcher Bezirksgericht freigesprochen.

Der Landbote – Sektenexpertin wird freigesprochen.
Wegen Aussagen in einem Interview hatten die Zeugen Jehovas eine Mitarbeiterin der Beratungsstelle Infosekta angezeigt.

Baseler Zeitung – Bezirksgericht Zürich spricht Sektenspezialistin frei.
Zeugen Jehovas haben die Frau wegen kritischer Äusserungen in den Medien angezeigt. Sie sind vor dem Richter abgeblitzt.

Zürichsee-Zeitung – Sektenexpertin wird freigesprochen.
Wegen Aussagen in einem Interview hatten die Zeugen Jehovas eine Mitarbeiterin der Beratungsstelle Infosekta angezeigt.

Bieler Tagblatt – Sektenkritikerin freigesprochen.
Zürich Das Bezirksgericht Zürich hat eine frühere Mitarbeiterin der Sektenberatungsstelle Infosekta entlastet. Die Zeugen Jehovas hatten sie angezeigt.

Berner Zeitung – Bezirksgericht Zürich spricht Sektenspezialistin frei
Das Bezirksgericht Zürich sprach am Dienstag eine ehemalige Mitarbeiterin der Sektenberatungsstelle Infosekta vom Vorwurf der mehrfachen üblen Nachrede frei. Angezeigt hatten sie die Zeugen Jehovas wegen kritischer Äusserungen in den Medien.

Radio Sunshine – BEZIRKSGERICHT ZÜRICH SPRICHT SEKTENSPEZIALISTIN FREI.
Das Bezirksgericht Zürich hat am Dienstag eine ehemalige Mitarbeiterin der Sektenberatungsstelle Infosekta vom Vorwurf der mehrfachen üblen Nachrede freigesprochen. Angezeigt hatten sie die Zeugen Jehovas wegen kritischer Äusserungen in den Medien.

Jehovas Zeugen bereits 2015 mit Strafanzeige gescheitert

Anna Gunkel arbeitet als Physiotherapeutin und Fachberaterin Psycho-Traumatologie mit Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen. Sie sagte im Interview: «Praktisch jede meiner Patientinnen, die bei den Zeugen Jehovas aufwuchs, wurde missbraucht»
(watson, 23.04.2015)

Der Anwalt der Zeugen Jehovas Oliver Huber leitete darauf hin Strafanzeige ein. «Die Beschuldigte habe mehrere unwahre ehrverletzende Äußerungen getätigt». Die Zeugen Jehovas blitzten jedoch ab, da die Staatsanwaltschaft die Voraussetzungen für eine Untersuchung als nicht gegeben ansah.
(watson, 22.10.2015)

Weitere Details zu Kritikpunkten bei Jehovas Zeugen

Hier finden Sie weitere Informationen.

Italien – ex-Zeugin Jehovas stellt Strafanzeige wegen Ächtung

05.07.19 | Corriereromagna.it, RIMINI. Ihre Verwandten und langjährigen Freunde haben aufgehört mit ihr zu reden und wechseln die Strassenseite, wenn sie sie treffen. Die „Ältesten“ der Versammlung der Zeugen Jehovas, zu denen sie trotz einer internen Ermahnung gehört, haben die Ankündigung ihres Ausschlusses öffentlich in der Gemeinde bekanntgegeben. Dies gilt als Massnahme, damit die Anhänger innerhalb der Gruppe wissen, wen sie ab sofort meiden müssen sowie jeglichen Kontakt zu unterbinden haben.

Die Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt eingeleitet: Die noch zu prüfenden Straftatbestände sind Stalking, Verletzung der Privatsphäre und Verleumdung.

Unser Verein unterstützt Strafanzeige gegen Zeugen Jehovas

 SWR Aktuell Baden-Württemberg, 3.7.2019 – Mitglieder einer Opferschutzorganisation haben beim Polizeipräsidium Stuttgart Strafanzeige gegen führende Mitglieder der Zeugen Jehovas gestellt. Die Organisation wirft der Religionsgemeinschaft Prozessbetrug vor.

Es wird den Zeugen Jehovas vorgeworfen, dass sie Mitglieder unter Druck setzten, wenn diese weiterhin Kontakt zu Aussteigern hielten. Dies verstoße gegen den vom Grundgesetz geforderten Schutz von Ehe und Familie. Vor Gericht hätten die Zeugen Jehovas dies anders dargestellt. 

Zudem werfen die Vertreter der „Jehovah’s Witnesses Opfer Hilfe“ der Religionsgemeinschaft vor, Mitglieder würden unter Druck gesetzt, wenn sie im Falle lebensbedrohlicher Krankheiten Bluttransfusionen akzeptierten. Darüber hinaus werde sexueller Missbrauch innerhalb der Zeugen Zehovas häufig nicht aufgeklärt.

Hier finden Sie weitere Infos zu den Problemfeldern

Kanada – Sammelklage wegen Kindesmissbrauch genehmigt

In Quebec wurde eine Sammelklage gegen Zeugen Jehovas genehmigt.

Die Sammelklage zielt auf 150.000 $ moralischen Schadenersatz und 100.000 $ Strafschadenersatz für jedes Mitglied der Kategorie ab. Wie viele Menschen letztendlich an der Sammelklage teilnehmen werden, ist noch ungewiss. Es sind alle aktiven und ehemaligen Zeugen Jehovas in Quebec aufgerufen, sich bei der Anwältin zu melden, sofern sie Opfer von Kindermissbrauch bei den Zeugen Jehovas wurden.

Großbritannien untersucht sexuellen Kindesmissbrauch bei Jehovas Zeugen

Patheos 04.05.2019 – Die unabhängige Untersuchung von sexuellem Kindesmissbrauch (Independent Investigation into Child Sexual Abuse – IICSA) des Vereinigten Königreichs wird ihre Untersuchungen auf eine Reihe religiöser Organisationen ausweiten, darunter auch auf die Zeugen Jehovas.

Auch die Charity Commission führt auch eine Untersuchung zu Fragen des Kinderschutzes in der Watch Tower Bible and Tract Society of Britain, der Hauptzentrale der Zeugen Jehovas in Großbritannien durch, die von der Kommission reguliert wird.

Letztes Jahr kontaktierten mehrere Personen The Guardian mit Vorwürfen wegen sexuellem Kindesmissbrauch und anderer Misshandlungen in der Gemeinschaft der Zeugen Jehovas im Vereinigten Königreich. Sie beschrieben eine Kultur der Vertuschung und Lüge, in der hochrangige Mitglieder der Organisation, die als Älteste bekannt sind, die Opfer davon abhalten vor die Öffentlichkeit zu treten, aus Angst, „Schande über Jehova“ zu bringen und sie daher von der Gemeinde und ihren Familien trennen.

Hier geht es zur deutschen Übersetzung des Artikels mit Stimmen Betroffener.

Europawahl – Wahlverbot bei Jehovas Zeugen?

In einer europaweiten Kampagne macht der Verein JW Opfer Hilfe e.V. darauf aufmerksam, dass es Hinweise auf ein mögliches Wahlverbot bei Jehovas Zeugen gibt. Bereits der Versuch wäre ein schwerer Gesetzesverstoß und könnte die KdöR gefährden. Deshalb fordert der Verein alle Zeugen Jehovas auf, sich an den Wahlen zu beteiligen und ihre Erfahrungen an den Verein zurückzumelden.

Aufforderung an alle Zeugen Jehovas – geht wählen

„Wir möchten alle Zeugen Jehovas auffordern: Nehmen Sie Ihr Grundrecht wahr und gehen Sie wählen! 

Warten Sie nicht länger auf Harmagedon – Gottes Krieg zur Vernichtung aller nicht-Zeugen Jehovas – und ein Leben im Paradies auf der Erde.

Gestalten Sie Ihre Zukunft jetzt. Nehmen Sie Einfluß auf die Weichenstellungen in Europa für die nächsten Jahre und Jahrzehnte!

Möchten Sie anonym bleiben – nehmen Sie an der Briefwahl teil.

 Stehen Sie sowieso kurz vor dem Austritt, dann gehen Sie in die Wahlkabine und sprechen Sie darüber. Tun Sie dies aber nur, wenn Ihnen bewußt ist, dass Sie die Konsequenz der sozialen Ächtung und des Kontaktverbots – auch in der Familie – tragen können.

Sollten Sie bereits Erfahrungen mit den Konsequenzen bei einer Wahlbeteiligung gemacht haben, bitte berichten Sie uns davon. Kontaktformular oder email@jw.help

Weitere Erläuterungen finden Sie hier.

Belgien – 70 Fälle von Kindesmissbrauch bei Jehovas Zeugen

Bei den Zeugen Jehovas in Belgien soll sexueller Missbrauch von Kindern einem Fernsehbericht zufolge an der Tagesordnung sein. Als Reaktion auf die Reportage des VRT-Reportagemagazins „Pano“ wurde eine Anlaufstelle für Opfer ins Leben gerufen: „Reclaimed Voices Belgien“. Innerhalb weniger Tage gingen 70 Meldungen ein.

„In Gesprächen, die wir bisher mit Opfern geführt haben, scheint das Trauma durch die anschließende Ausgrenzung aus der Gemeinschaft der Zeugen Jehovas in einigen Fällen eine noch größere Wirkung zu haben als der Missbrauch selbst“, heißt es in einer Pressemitteilung. (vrt)

Hier geht es zu dem Artikel bei GRENZECHO.

Der Justizminister ist eingeschaltet und die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Mehr zum Thema Kindesmissbrauch bei Jehovas Zeugen finden Sie hier.

Sind Sie selbst Betroffene/r in Deutschland? Dann bitte melden Sie Ihren Fall an die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs.

Schweden – Gerichtsverfahren gegen Jehovas Zeugen wegen jugendgefährdender und diskriminierender Videos

Metro 25.03.2019 – Jehovas Zeugen zeigen jugendgefährdende Videos auf Kongress und verstoßen gegen das Gesetz zur Altersfreigabe von Filmen für Minderjährige. Am Montag beginnt der Prozess gegen einen 64-jährigen Zeugen Jehovas.

Anläßlich der jährlichen Kongressserie „Seid mutig“,  die letztes Jahr in Schweden stattfand, zeigten Jehovas Zeugen mehrere Videos mit Szenen der Weltvernichtung während Harmagedon. Nach Angaben der örtlichen Behörden sind die Filme gemäß der örtlichen Gesetzgebung nicht für Minderjährige geeignet. Neben den unzulässigen Filmen zeigten Jehovas Zeugen auch Video-Botschaften mit Diskriminierung von Menschen aus der LGBT-Bewegung. Diese sind ebenfalls als illegal anzusehen.

Norwegen – Kindesmissbrauch, geheime Regeln und Datenschutz-Verletzungen bei Jehovas Zeugen

FVN Norgeogverden, GALWAY, IRLAND / SÜD NORWEGEN, 30.12.2018 – „Maria“ warnte die Zeugen in ihrer Versammlung in Südnorwegen vor einem Pädophilen. Die Polizei wurde jedoch nie über diesen Verdacht informiert. Eine Kopie von Marias Geschichte wurde als „blauer Brief“ vor Ort in einem Safe aufbewahrt und Jahre später gegen sie verwendet.

Ein 87-jähriger Ältesten sitzt jetzt im Gefängnis. Er wurde für schuldig befunden, ein vierjähriges Mädchen sexuell missbraucht zu haben. Mehrere Jahrzehnte lang diente dieser Mann als Ältester in der Gemeinde der Zeugen Jehovas in Südnorwegen.

„Dina“ aus Südnorwegen erhielt eine unvollständige Datenauskunft. „Ich nehme an, dass sie sehr persönliche und heikle Dinge über mich archivieren.“ Sie hat gehört, dass die Zeugen Jehovas Informationen über mutmaßliche Pädophile aufbewahrten, die aber nicht der Polizei mitgeteilt wurden. Sie hat auch von Vorfällen gehört, bei denen sensible personenbezogene Daten in die falschen Hände gelangten und missbraucht wurden. Sie kennt andere Mitglieder, die sich gezwungen fühlten, die Einverständniserklärung für die personenbezogenen Daten zu unterschreiben.

Dank Jason Wynne und Faithleaks können Jehovas Zeugen nun auf der ganzen Welt viel mehr darüber erfahren, wie ihre Organisation wirklich gesteuert wird. Der Inhalt dieser Lecks wird für Fachleute, aber auch für Polizei, Staatsanwälte und Datenschutzbehörden in Norwegen, sowie anderen Ländern von Interesse sein. 

Weitere Infos zu Missständen bei Jehovas Zeugen finden Sie hier.

Selbstmorde bei Jehovas Zeugen

10 Videoclips zeigen die beängstigende und bedrückende Antwort auf die Frage: Machen Jehovas Zeugen krank?
Zunächst antworten 2 namhafte Psychologen und zeigen die verheerenden Folgen für den Einzelnen auf, aber auch die finanziellen Folgen für die Gesellschaft.
Anschließend schildern 8 Betroffene ihre eigene, scheinbar ausweglose Lage, die bis zum Suizidversuch führte oder berichten über den Suizid eines nahen Verwandten.

Das Video ist eine Dokumentation bestehend aus den folgenden Videoclips:
Clip 1: Dr. Dr. Peter Macher (DvD Ausstieg-Info.de 2007 Karlsruhe),
Clip 2: Prof. em. Dr. Klosinsky (Paradies in Ketten 16.09.04 SWR – RP),
Clip 3: Elke – Sat1 Talk bei Sonja (16.10.2000),
Clip 4: Gabriele (Film v.L.Höhm & L.Lauer 2012),
Clip 5: Giulia Silberberger (Njoy Radio NDR 28.09.18),
Clip 6: Amelia Lambelet (Smithkraft Produktion 2017),
Clip 7: Konja Simon Rohde (SWR Nachtcafê 19.01.18),
Clip 8: Pamela Jäckle (Talk Täglich – TeleZüri),
Clip 9: Mariette Scheidegger (Smithkraft Prod. 14.05.17),
Clip 10: Vjekoslav Marinic (Boulevard Bio 23.05.2000).

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